Filmische Begleitung und Dokumentation
des Kooperationsprojekts
Ausgabe der Ergebnisse und Filmclips auf DVD
Arbeitstitel - Kreatives Schreiben und ästhetisches Gestalten
„Schreiben ist nicht nur verschriftlichtes Reden, sondern erfordert den Erwerb
eigener Kompetenzen. Auf die Besonderheit des Schreibens – gegenüber anderen Fertigkeiten – hat bereits 1934 der russische Sprachforscher Lew Semjonowitsch Wygotski in seiner Untersuchung über „Sprache und Denken“ hingewiesen.
Im Gegensatz zur mündlichen Sprache ist Schriftsprache gekennzeichnet
durch Verzicht auf Intonation und Körpersprache, auf ein konkretes
Gegenüber und damit auf einen lebendigen Wechsel des Dialogs.
Schriftsprache wird seit jeher als eine Sprache des Denkens bezeichnet,
die sich vor allem durch einen hohen Grad an Symbolisierungsleistungen
und Abstraktionsvermögen auszeichnet, die vom schreibenden Individuum
ein hohes Maß an Kognition und Konzen
tration abverlangt
(vgl. dazu Wygotski, zweite korrigierte Auflage der Lizenzausgabe
1971, S. 222-234)."
Geplant ist eine Kooperation zwischen den Fächern Didaktik des
Deutschen
als Zweitsprache der Friedrich-Alexander-Universität
Erlangen-Nürnberg und
den Fächern Illustration und Entwurf der
Georg-Simon-Ohm Hochschule Nürnberg
über den Zeitraum von drei Jahren.
(Auszug aus der Projektbeschreibung)
Erste Ergebnisse sind zusammen mit unserem Film und einer Ausstellung
zu sehen am 16. Januar, 2012 18.30 Uhr,
in der Fakultät für Design, GSO Hochschule,
Nürnberg,
Wassertorstr. 10
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Alper vor KARAKAN Graffiti
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Ertan u. Elif auf der Burg
Bilder aus dem Film:
Heimaten - Deutsche Türken
1995,
43 min.

Neco im Gespräch mit G. Suzan
für den Film "15 Jahre später"
► Produktionsinfos
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15 Jahre später - und immer wieder Nürnberg
2010, 35 min.
Mölln (92) und Solingen (93) - zwei Orte und zwei Daten, die zum Synonym für Fremdenhass und Angst geworden sind. Damals mischte sich bei den türkischen Jugendlichen in den Protest gegen die Brandanschläge die Suche nach ihrer Identität. Dabei stellten sie klar, dass das Bild des "Gastarbeiters", mit dem ihre Eltern beschrieben wurde, für sie nicht mehr passte. Sie waren hier aufgewachsen, Nürnberg oder Franken war für sie zur deutschen - ziemlich oft auch ungeliebten -, Heimat geworden.
In dem Film Heimaten – Deutsche Türken (1995, 46 min.) hatten wir diesen Wendepunkt mit Nürnberger Jugendlichen türkischer Herkunft und den Rappern von Karakan/Cartel zum Thema gemacht.
Die deutsche Öffentlichkeit reagierte verstört auf diesen Film, sie hatte keine Vorstellung von diesen Jugendlichen, kannte ihre Befindlichkeiten und Wünsche nicht.
Inzwischen sind 15 Jahre vergangen: Aus den zornigen Jugendlichen von damals wurden Ehemänner und Ehefrauen, erfolgreich im Beruf. Sie leben in der Region Nürnberg oder auch in Istanbul.
Mit dem Projekt Heimaten II wollen wir die Protagonisten von damals wieder aufsuchen und nach ihrer persönlichen Bewertung der vergangenen Jahre und ihren Schlussfolgerungen für ein besseres Heute befragen.
Eine filmische Spurensicherung im Rahmen des Projekts
da sein. Nürnbergs Wandel durch Migration - Schirmherrschaft OB Dr. Ulich Maly
Filmvorstellung und Gespräch mit den Protagonisten in einer Sonntagsmatinee am
28. November 2010, 11.30, Südpunkt, Nürnberg
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In Vorbereitung
Eine filmische Reise zur Seele Anatoliens
Anatolien zu verstehen, heißt den türkischen Volkssängern und ihren Liedern zuzuhören. In ihnen besingen sie das lebenslange Unterwegssein (uzun ince bir yoldayım), beklagen die ewige Suche nach sich selbst (yıllarca aradım kendi kendimi, hiç bir türlü bulamadım kendimi) und die unerfüllbaren Sehnsüchte nach Glück und Liebe (beyhude dolandım boşa yoruldum). Wehmütig erzählen sie vom kurzen Leben, das wie ein flüchtiger Traum (fani dünya) verstreicht, in dem nur die Mutter Erde die Treue hält (benim sâdık yârim kara topraktır).
In ihrer überwältigenden Schlichtheit atmen diese Lieder die Farben und den Geruch anatolischer Erde, sie illustrieren wie ein Text- und Bilderbuch die Gefühlswelten und die Seele der Menschen Anatoliens. Mit ihrer poetischen Kargheit und ihren schlichten Bilder erreichen sie universale Geltung und sind damit der
Blues Anatoliens.
Produktionszeit: August 2009 - Frühjahr 2010
Premiere: 15. Filmfestival Türkei-Deutschland, März 2010, Nürnberg |
Anatolia Blues - Hasret kokan topraklar
in memoriam Aşık Veysel

Interviews u.a. mit
Arif Sağ, Ali Güç, Oğuz Aksaç , Fazil Say u.a.
Drehorte:
Sıvas/Sivrialan, Kırşehir, Ankara,
Istanbul, Mannheim
siehe multimediales Projekt Anatolia Blues |
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Türkische Schriftstellerinnen im Gespräch - Arbeitstitel
Adalet Ağaoğlu (79), Pınar Kür(65) und Aslı Erdoğan (41), drei Autorinnen, die in Istanbul leben und arbeiten. Zwar gehören sie verschiedenen Generationen an, doch zusammen zählen sie zu den wichtigsten Stimmen zeitgenössischer türkischer Literatur.
Mit dem 30-minütigen Film-Feature, das wir aus Anlass der Frankfurter Buchmesse für den ZDF dokukanal produzieren, wollen wir drei
zeitgenössische türkische Schriftstellerinnen vorstellen. Sie liefern in ihren Werken präzise Einblicke in Geschichte und Gegenwart
der türkischen Gesellschaft und kommen dabei ganz ohne verklärende
Orientalismen aus.
Gleichzeitig wollen wir in dem Film hinweisen auf die vorbildliche Edition der Türkischen Bibliothek, die von der Robert-Bosch-Stiftung initiiert wurde und
vom renommierten Unionsverlag/Zürich verlegt wird.
► Produktionsinfo
Vorankündigung:
der Film ist im Rahmen des Filmfestivals Türkei/Deutschland
in einer Sonntagsmatinee am 1.3.09, 11.00, zu sehen
► Filmfestival Türkei/Deutschland |
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